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Car Policy: Die Kostenexplosion steuert der Fahrer – nicht SIE !

Hammerhart haben Sie verhandelt, jeden noch so schwach erkennbaren Rabattpunkt herausgekitzelt, doch dann schlägt Ihr Nutzer mit seinen Sonderwünschen zu. Dies darf er schließlich aufgrund Ihrer liberalen Car-Policy, natürlich alles korrekt auf Preisobergrenzen oder Leasingratenlimits berechnet. Da er mehr will, wird er eben aus eigener Tasche zu zahlen und zugezahlt wird gerne, denn je höher die individuelle Steuerprogression, desto weniger tut das Zuzahlen weh, denn es verrechnet sich ja so schön mit der  Versteuerung des geldwerten Vorteils.

Prozesszeiten und Prozesskosten des Unternehmens ignorierend stürzen sich die berechtigten Nutzer – zumeist während der Arbeitszeit – auf die neue Auswahl eines neuen Fahrzeuges. Sie suchen findig und listig die neuen Grenzen des Möglichen und Machbaren.

Da mutieren ganz banale Fahrzeuge von der unteren bis zur oberen Mittelklasse plötzlich zu Automobilen, die auf dem letzten Genfer Autosalon so manchem Hersteller locker die Show gestohlen hätten. 18 oder 19 Zoll-ALU-Felgen, Mischbereifung, Navigationsgerät mit Farbdisplay und TV-Empfang, Sound-Systeme , Diffusor (zum Glück wissen Einkauf- und Personalabteilung zumeist noch nicht einmal was das ist), herstellerseitige Tieferlegung (getarnt als Sportfahrwerk), schwarzgetönte Scheiben (getarnt als Privacyverglasung), brutalste Spoiler (getarnt als Aerodynamikpaket) und noch vieles mehr geben dem Dienstwagen endlich die gewünschte Individualität.

Folgekosten und Unternehmensimage spielen für den Nutzer nun wirklich keine Rolle. Denn wer kalkuliert denn eigentlich den einen Liter Mehrverbrauch auf 100km bei den 18 und 19 Zoll-Rädern gegenüber den serienmäßigen 15 bzw. 16 Zoll-Rädern? Sind ja nur 1200 Liter bei 120.000km. Wer zahlt eigentlich den viertel Liter Mehrverbrauch für den Strom des Sound-Systems? Sind ja nur 400 Liter bei 120.000km. Wer zahlt eigentlich die zusätzlichen TV-GEZ-Gebühren für das Edel-Navigationssystem mit TV-Empfang? Sind ja nur zusätzliche 720,- € bei 36 Monaten Nutzungsdauer.

Wer kalkuliert eigentlich bei nur diesen drei Punkten – die nicht  an den Nutzer weiterbelastete Mehrkosten - von ca. 2800,- € pro Fahrzeug während der Laufzeit? Keiner, denn selten sind diese Mehrkosten bei der Gestaltung der Car-Policy berücksichtigt worden!

Mal abgesehen von dem Imageschaden den Ihr Unternehmen locker erleidet, weil Ihr Mitarbeiter mit einem breiter und tiefergelegten mit schwarzgetönten Scheiben und Diffusor verunstalteten Dienstwagen bei einem Ihrer Kunden vorfährt, wie kontrollieren und belasten Sie eigentlich die Folgekosten aus den leckeren Extras Ihrer Nutzer? Keiner? Macht nichts, dank Kostenstellenrechnung finden wir schon eine Kostenstelle, die belastet wird. Fahrerindividualität will schließlich bezahlt werden, egal wo!

...nur nicht beim verursachenden Nutzer selbst. Und dann wurde Ihr ganzer Einkaufserfolg gerade prima konterkariert. Haben Sie das eigentlich gewollt?

 

Nähere Informationen bekommen Sie in folgenden Kursen:

Car Policy und Dienstwagenüberlassungsvertrag – der Alptraum in deutschen Fuhrparks

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