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Werkstattqualität: Wunsch und Realität!

ADAC, Auto-Motor-Sport, Stiftung Warentest und noch etliche mehr führen Jahr für Jahr Werkstatttests in Deutschland durch. Und immer wieder stellen wir beim Lesen mit erschrecken fest, wie viele Werkstätten bei diesen Tests durchfallen. Danach versprechen die entsprechenden Serviceleiter der Hersteller stets Besserung, doch so wirklich besser wird auch im nächsten Jahr nichts. Soweit die Artikel in den entsprechenden Publikationen. Hinein in die Realität. Ein Dienstwagenfahrer mit einem Fahrzeug der 50.000,00 € Kategorie fährt seit dem 01.04.2020 sein Auto und ist damit auch recht glücklich. Jedoch am 12.02.2021 endete dieses Glück abrupt. Auf dem Display seines Bordcomputers meldet sich eine Warnung in grellen Gelb „Bremsleuchte Mitte defekt“ und verlangt einen baldigen Werkstattbesuch. Trotz des vollen Terminkalenders wird am folgenden Tag die Vertragswerkstatt des Premiumherstellers angesteuert.

Das Fahrzeug wird sofort angenommen und der Fehler bestätigt. Keine große Sache meint der Mechaniker, kommen Sie morgen früh wieder, dann bekommen Sie auf Garantie eine neue dritte Bremsleuchte. Er fügte noch hinzu, diesen Fehler kennen wir bei diesem Typ schon.  Am nächsten Morgen um 9.20h wird das Fahrzeug dem Mechaniker übergeben. 90 Minuten später kommt er freudestrahlend und teilt mit die neue Bremsleuchte ist installiert.  Unser Fahrer geht hinter das Auto und bittet den Mechaniker zwecks Test auf die Bremse zu treten. Jener tut es. Nichts leuchtet auf. Der Mechaniker überprüft noch einmal alle Anschlüsse und stellt keinen Fehler fest. Er ruft seinen Meister. Jener kommt und prüft. Mit strengen Blick weist er den Mechaniker an den Fehlerspeicher des Bordcomputers auszulesen. Unser Fahrer steht daneben und denkt das ist doch alles nicht so wirklich war. Der Fehlerspeicher wird ausgelesen. Der Meister schaut nun mit ernstem Blick zu unserem Fahrer und sagt: „Sie haben gar keine dritte Bremsleuchte“. Daraufhin der Fahrer „und was ist das?“ und zeigt auf die dritte Bremsleuchte. Der Meister wieder ganz ernst: „Der Bordcomputer irrt sich nicht“ Der Fahrer. „und was nun“. Der Meister: „Wir bringen Sie erst einmal mit unserem Shuttle ins Büro und bis heute Abend haben wir den Fehler entdeckt und beseitigt“. Gesagt getan. Gegen ca. 17.00h erhält unser Fahrer einen Anruf vom Meister mit dem Hinweis, dass das Auto heute nicht mehr fertig wird, da ein neues Steuergerät verbaut werden müsste.  Am nächsten Tag gegen 12.00h ein weiterer Anruf von der Werkstatt. Das Auto wird auch heute nicht fertig, da der Fehler nicht beim Steuergerät liegt. Man habe jedoch den Hersteller eingeschaltet, der nun hilft den Fehler mit zu suchen.

Freundlicherweise wird nun für die fehlende Mobilität ein Ersatzwagen vorbeigebracht, nachdem der Fahrer so langsam sauer wurde. Auch der Fuhrparkleiter hatte sich zwischenzeitlich mit eingeschaltet und beim Autohaus mit Wandlung gedroht, wenn der Fehler nicht beseitig werden kann. Nach zwei weiteren Tagen teilte die Werkstatt des Premiumherstellers mit, der Fehler sei gefunden und nun dauerhaft beseitigt. Auf die Nachfrage was nun der genaue Fehler gewesen sei, wollte sich die Werkstatt nicht so wirklich äußern und teilte nur noch mit, dass es ohne die Unterstützung der Ingenieure des Herstellers nicht möglich gewesen wäre den Fehler zu beseitigen. Eine Entschuldigung für den entstandenen Ärger und Aufwand gab es natürlich nicht. Warum auch? Es wurde doch nur ganz normale Werkstattmentalität und –qualität gelebt. Warum sich also aufregen, wenn bei einem Fahrzeug der 50.000,00 € Aufwärtskategorie wegen einer defekten Bremsleuchte das Auto für vier Tage ausfällt.

 

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